Meine persönliche Weinwelt

Die süßesten Trauben hängen am höchsten

Viele Wege führen zum Wein, mein Weg war mein Job in der Gastronomie, wo ich wirkliches Weinverständnis lernte. In einer Weingegend aufgewachsen, war ein G´Spritzter natürlich das Standardgetränk als Moped (besser Vespa-)Teenager zu „Pro-Weinskandal-Zeiten”, aber 1981 wussten wir wenig bis nichts von Terroir, Jahrgängen oder Ertragsbeschränkung. Ein ehrlicher (?) GV aus dem Doppler, ordentlich aufgesodert, das war (unter anderem) unsere Droge. Es zogen noch ein paar Jährchen ins Land, der Weinskandal ebenso, meine ersten Jobs als Barman lagen hinter mir, ich konnte bereits Weinsorten zuordnen, als mir dann in den späten 80-ern im frisch eröffneten St.Pöltner Innenstadlokal „Narrnkastl” durch meinen Chef und Freund Otto völlig neue Welten erschlossen wurden! Bereits wenige Wochen nach meiner Einstellung fuhren wir zum Weinkauf. Diretissima gings ins Südburgenland zu damals gerade zu klingen beginnenden Namen wie Krutzler und Körper-Faulhammer, dann nach Horitschon ins Mittelburgenland zu Weninger und Iby, und die Ibys wurden dann auch unsere guten Freunde und beliefern das „Narrnkastl” bis dato mit ihren edlen Weinen, mittlerweile also gut 23 Jahre. (Bei diesem, unserem ersten Besuch, begannen sie gerade mit ihren zwei gebrauchten Barrique-Fässern zu experimentieren!)
Ab jetzt ging es Schlag auf Schlag, und ich versuchte mich in Sachen Wein weiter zu bilden, pilgerte zum ersten Mal nach Montalcino, wo ich vom sensationellen 1985-er Brunello einige große Weine erstand (Brunello ist mein vinophiles Steckenpferd), und konzentrierte mich aber auch immer mehr auf unsere eigene Weinkultur, die ja mittlerweile Weltspitze ist.

Der Barrique-Keller im Weingut Pfneisl

"Ein Faß voll Wein kann mehr Wunder vollbringen, als eine Kirche, voll von Heiligen."

Auf den nächsten Seiten machen wir eine kleine Reise durch meine Welt des Weins, sehr persönlich, vielleicht einseitig, sicher völlig unvollständig, bestimmt aber informativ und interessant.
Auch wenn ich „Weinkritikern” wie Parker und Suckling sehr kritisch gegenüberstehe, da sie mit ihren Punkten die ehemals sehr abwechslungsreiche Weinwelt „barriquisierten”, ziehe ich ihre Bewertungen auf den kommenden Seiten dennoch öfter heran.
„Falstaff-Winzer des Jahres 2009” Georg Prieler (re) und meine Wenigkeit (li)

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Neueste Kommentare

23.08 | 21:30

Gratuliere!! Allesamt wunderbare Weine!

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28.06 | 13:15

Mein Lieblings-Weingut ist Fattoi. Super schöner Brunello und super nette Leute. Im Oktober bin ich wieder da.

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28.06 | 13:12

Hallo Hasi,
ich habe unser Womo wieder mit Vino vollgeladen.30 Kisten v. Baricci,Le Potazzine,Piccolomini,Ten.di Sesta,Fattoi,Lisini,Biondi Santi+Poggio di Sott

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26.05 | 14:16

Das ist es wohl: das Leben voll auskosten, weil es durch nichts anderes ersetzt werden kann. Hingabe an das Schöne, der Brunello als Gottesbeweis für Agnostiker

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