Brunello-News

Montosoli ist nicht gleich Montosoli!

Mit dem Jahrgang 2015 wird sehr deutlich, dass viele Weingüter in Montalcino sich immer mehr um ihre Lagen-Brunellos zu kümmern beginnen, die mit poetischen Namen oder eben den Bezeichnungen der entsprechenden Weingärten in die Regale kommen und preislich meist sehr deutlich über den Brunello „normale” oder „annata” liegen, also den „stinknormalen” Brunellos dieser Häuser. Ob diese Entwicklung der richtige Weg ist wird bezweifelt, denn „der Kunde” ist bereits jetzt mehr als verwirrt ob der enormen Vielfalt an Weinen aus der Appellation und die „Annata” einiger Häuser beginnen unter dem Ausdünnen des Top-Traubenmaterials zu leiden!

Nimmt man ca 200 Weinbaubetriebe, die auch selbst abfüllen und die alle „nur” einen Rosso, einen Brunello und (in guten Jahren) einen Riserva erzeugen, sind das bereits 600 verschiedene Etiketten pro Jahr. Jetzt sollte „der Kunde” auch noch wissen, ob er lieber dichtere Weine aus dem Süden Montalcinos, elegantere Weine aus dem Norden des Anbaugebiets, erdige Sangiovese aus dem Osten oder „burgundische” Weine aus dem Westen der Stadt bevorzugt, denn auch diese vier Subzonen spielen in Montalcino eine große Rolle (viele Weingüter besitzen Lagen in all diesen Zonen um je nach Ernte entsprechend zu assemblieren). Hält der Trend an, wird in wenigen Jahren fast jeder Betrieb auch mindestens einen „single-vineyard”-Brunello im Portfolio haben, das wären dann schon 800 Etiketten pro Jahrgang. (manche Spitzenbetriebe bringen jetzt schon mehrere single-vineyard-Brunellos pro Jahrgang auf den Markt!). Und obendrein geht auch beim Rosso di Montalcino der Trend zum single-vineard-Wein, das heisst, viele Häuser führen bereits jetzt zwei verschiedene Rosso di Montalcino - und dann noch zumindest einen IGT Toscana, da ja während des Booms der Supertuscans auch in Montalcino viel Syrah, Merlot und Cabernet ausgepflanzt wurde!

Begonnen hat alles mit dem legendären „La Casa” von Caparzo, der schon Ende der 1970-er als erster Einzellagen-Brunello Furore machte. Dennoch gab es bis vor wenigen Jahren nur einige handvoll Winzer, die neben EINEM Rosso di Montalcino, EINEM Brunello „annata” und (nur in Spitzenjahren!) EINEM Brunello Riserva eben auch einen Einzellagen-Brunello im Programm hatten. Die Prominentesten davon der „Cerretalto” von Giacomo Neri, der „Ugolaia” von Lisini, der „Poggio al Vento” von Col DÒrcia und eben der „MONTOSOLI” von Altesino, des „Pudels Kern” meiner kurzen Abhandlung!

Denn nun gibt es noch dazu einige Weingüter, die neben ihren Annatas, Riservas und bereits exisitierenden Einzellagen-Brunellos einen eigenen „Montosoli”-Brunello füllen. Nachdem Elisabetta Gnudi-Angelini vom Top-Betrieb Altesino mit ihrem „Montosoli”-Brunello Jahr für Jahr Spitzenbewertungen einfährt und vor allem auch die Weine vom Gut BARICCI, das DIREKT am Montosoli-Hügel liegt, alljährlich zu den Top 5 Montalcinos zählen, ist ein „Montosoli-Hype” entstanden, dem man aber nicht auf den Leim gehen sollte! Warum? Weil es gar nicht so viel Rebstöcke dort gibt, wie jetzt Montosoli-Brunellos! Auf den nach Süden ausgerichteten Lagen des Montosoli besitzen historisch nur sehr sehr wenige Weinbaubetriebe Land. Die Lagen der Familien Baricci und Capanna befinden sich fast zur Gänze dort und Altesino und Caparzo gehört der andere Löwenanteil an diesem kleinen Landstrich. Das wars dann schon mit Montalcinos erster Cru-Lage. Denn die wenigen westlich und vermehrt nördlich vom Hügel ausgerichteten Rebzeilen zb die 6 Hektar, die der Familie Ripaccioli vom Betrieb „Le Gode” gehören, oder die wenigen Rebzeilen der verwandten Ripacciolis vom Gut „Canalicchio di Sopra”, stehen am „Le Gode di Montosoli” und dort herrschen schon wieder völlig andere Boden- und Mikroklima-Verhältnisse! Der italienische Weinexperte Ian DÀgata meint:„... viel von dem heute leider legal bezeichneten Montosoli-Land hat nichts mit Montosoli zu tun! Die Weine von Batard-Montrachet sind auch keine echten Montrachet und die von Cannubi Valletta keine Cannubi!” Warum dann „Le Ragnaie” einer der wirklich besten Betriebe Montalcinos neben zwei Rosso, einem Brunello „Annata” und bereits zwei Lagen-Brunellos noch einen dritten, eben den neuen „Montosoli” des Hauses (120.-€) auf den Markt bringt, ist für mich ein Rätsel. P.S.: Auch „Canalicchio di Sopra” hat seit neuestem einen Brunello „Montosoli” am Markt, und auch dieser Betrieb bräuchte nicht mit einer „Kopie” des Originals hausieren gehen, denn deren Sangiovese sind allesamt Weltklasse ( so wie ihr Agritourismo, ich habe dort bereits geurlaubt)

Brunello und Corona

Fasskeller Biondi Santi

Durch den enorm langen shutdown in Italien haben sich auch die internationalen Lieferketten für den Brunello 2015 extrem verzögert und der wichtigste Absatz-Markt, die USA konnte zum großen Teil noch überhaupt nicht beliefert werden! Vinothekare, Restaurants und Großhändler erhielten bislang keine Weine, die Weingüter kein Geld, somit sitzen viele wahrlich „am Trockenen”. Da nützen dem amerikanischen Brunello-Liebhaber auch die jetzt am 12.6. veröffentlichten und wie immer sehr tief greifenden ersten Bewertungen des Jahrgangs durch den Brunello-Freak JOHN FODERA wenig. (www.johnfodera.com)

JOHN sieht die 2015-er Brunellos wie folgt: Fanti Brunello Annata 93, Caprili Brunello Annata 96, Altesino Brunello Annata 96, Talenti Brunello Annata 97, Donatella Cinelli Colombini Brunello Annata 92, Fattoria Del Pino Brunello Annata 92, Uccelliera Brunello Annata 96, Il Poggione Brunello Annata 97

Stillleben in unserem Garten © Renate Haslinger

Grandioser Keller auf Argiano eröffnet

Nach der Übernahme durch den brasilianischen Unternehmer Andre Esteves blieb auf dem herrschaftlichen Anwesen Argiano aus dem 16. Jhdt, einem der ältesten Weingüter der Toskana, südwestlich von Montalcino, „kein Stein auf dem anderen”. Esteves führte Argiano in wenigen Jahren wieder an die Spitzenbetriebe heran und sorgt aktuell mit einem spektakulären Museumskeller für Gesprächsstoff, in dem Brunellos der Gründungsunternehmen des Konsortiums bis weit zurück in die 1960-er zu bestaunen sind. Es handelt sich dabei aber nicht um „irgendeinen” Keller, Esteves ließ in der jetzt komplett restaurierten Villa BellÀria den Schacht des originalen Brunnens in eine spektakuläre Wendeltreppe verwandeln, und den ehemaligen Brunnenspeicher in einen Keller, in dem neben raren Brunellos auch Spitzenweine aus Burgund, dem Bordeaux und der restlichen Toskana lagern.

FALSTAFF gibt 100 an Francesco Illy`s Brunello 2015

Gratulation an Sebastian und Francesco für die 100 Punkte!

Obwohl O. Kiem & Co, eher als „punktegeizig” (oder der Realität sehr nahe?) gelten klinkt sich auch der FALSTAFF in die enorm hohen Punkteränge ein!

Mich freut die Bewertung eines meiner Lieblingsweingüter Montalcinos! Francesco Illys Brunello „Amore e Magia” seiner Podere Le Ripi hat vor wenigen Tagen aus Österreich 100 Punkte bekommen! YEAH!!!!

Weiter gehts mit Talentis „Piero” 99, Giodo 98, San Polo „Podernovi” 98, Podere Salicutti 98, Casanova di Neri „Tenuta Nuova” 98, Siro Pacenti 98, Cupano 97, Salvioni 97, Ciacci Piccolomini dÀragona „Pianrosso” 97, Mastrojanni „Vigna Schiena” 97,  Poggio di Sotto 96, Corte Pavone 96, Fuligni 96, Altesino 96, Canalicchio di Sopra 96 

Benvenuto Brunello 2020 ist Geschichte

Die Jahrgangsfliese für 2019 (mit erneut 5 Sternen!) wird präsentiert

4 Tage lang blickten Ende Februar die „wichtigsten” Augen der Weinwelt ins toskanische Montalcino, nämlich zur legendären Jahrgangspräsentation im Kloster SantÀgostino in Montalcinos Innenstadt, heuer natürlich mit den neuen in den Verkauf gelangten Brunellos aus dem „Fabeljahrgang” 2015!

Kommentare von der Präsentation: neben den schon vorher bekannten Bewertungen (siehe unten) und Statements schlossen sich auch „Gralshüter“ wie der Gambero Rosso dem Jubel mit folgenden Top 10 an: Val di Suga „Vigna del Lago”, Altesino „Montosoli”, Baricci, Collemattoni, Gianni Brunelli, Giodo, Il Marroneto, Le Chiuse, Le Ragnaie, Mastrojanni Vigna Loreto”.

Der italienische Corriere del Vino nennt als seine Top 5: Il Marroneto „Madonna delle Grazie”, Salvionis La Cerbaiola, Pietroso, Canalicchio di Sopra „La Casaccia” und Fuligni.

Die Top 10 von Slowine lauten: Sesti, Le Potazzine, Ventolaio „Il Colle del Fante”, Altesino „Montosoli”, Baricci, Fornacina, Gianni Brunelli, Giodo, Il Marroneto und Le Chiuse.

INTRAVINO vergibt folgende Punkte: Il Marroneto „Madonna delle Grazie” 100, Fattoi 100, Casanova di Neri „Tenuta Nuova” 99, Fuligni 98, Ciacci Piccolomini dÀragona „Pianrosso” 98,  Poggio di Sotto 98, Il Marroneto 98, Castello Tricerchi „AD1441” 97, Mastrojanni „Vigna Loreto” 97, Altesino „Montosli” 97, Le Chiuse 97, Podere Le Ripi „Amore e Magia” 97, Cupano 97, Le Potazzine 97, Argiano 97, Salvioni 97, Canalicchio di Sopra „La Casaccia” 97, Giodo 97, Silvio Nardi „Poggio Doria” 97, Val di Suga „Vigna Spuntali” 97, Ridolfi 96, La Fiorita 96, Capanna 96, Le Ragnaie 96, Pietroso 96, La Rasina 96, San Lorenzo 96, Vasco Sassetti 95, Uccelliera 95, Il Poggione 95, Tenuta di Sesta 95, Donatella Cinello Colombini 95, Poggio Antico Altero 95, San Polino 95.

Die Top 10 von LAVINIUM: Baricci, Fuligni, Marroneto „Madonna delle Grazie”, Mastrojanni, Pietroso, Canalicchio di Sopra „La Casaccia”, Giodo, Podere Le Ripi, Poggio di Sotto, Ucceliera

Die 17 Favoriten-Brunellos von VINOPERPASSIONE: Pietroso, Corte dei Venti, Musico, Mocali, Albatreti, Poggio di Sotto, Canalicchio di Sopra, Casanova Neri „Tenuta Nuova”, Caparzo „La Casa”, Ridolfi, Poggio Salvi „Pomona”, Tiezzi „Vigna Soccorso”, Ventolaio, Argiano „Vigna del Suolo”, Salvioni, Lisini, Le Potazzine

 

Eine der ganz wenigen Kritikerinnen, die nicht in den grenzenlosen Jubel miteinstimmt, ist die profunde Brunello-Expertin KERIN O`KEEFE, die Montalcino und seine Weingüter vermutlich besser als jeder andere kennt! Sie meint die Ergebnisse seien „unregelmässig” mit einigen Highlights, aber dass die Brunellos von 2016 um einges besser werden! Ihre Noten lauten: 100 Il Marroneto „Madonna della Grazie”, 98 Ciacci Piccolomini „Pianrosso”, 98 Costanti, 98 Fuligni, 98 Le Chiuse, 97 Le Potazzine, 96 Armilla, 96 Talenti, Le Ragnaie „Casanovina Montosoli”, Castelgiocondo.

Fast alle 2015 Brunellos nun im Handel, viele bereits ausverkauft!

Foto: John Fodera

Wer beim neuen Brunello die Nase vorne haben will sollte umgehend „zuschlagen” & kaufen, der enorm gehypte, aber auch enorm gute 2015 wird sehr schnell ausverkauft sein! Auch online kann man mit etwas Zeitaufwand einige Schnäppchen erwerben.

Der Trend zu sehr hohen Punkten für 2015 hält an, diese werden auch von Kerin O`Keefe, Robert Parker und nicht nur James Suckling vergeben! Die 11 x 100 Punkte (!) für 2015 von Suckling sind ja bereits hier erwähnt worden, häppchenweise kommen jetzt auch weitere Bewertungen dazu, so zb 99 Punkte für den Brunello „Tenuta Nuova” von Casanova di Neri, 98 für den „Vigna Schena dÀsino” von Mastrojanni und „Madonna delle Grazie” von Il Marroneto (Parker), 99 für Valdicava und 98 für Ciacci Piccolomini, Castiglion del Bosco und San Filippo (Suckling), 97 Punkte für Il Poggione (Parker), 97 für Altesino, Caparo „La Casa”, Poggio Antico und Canalicchio di Sopra (Suckling), 96 für Fattoria dei Barbi, Il Poggione und Talenti (Suckling), 95 Punkte für Castello Romitorio, Fanti (Parker & Suckling).

Walter Speller von JancisRobinson.com vergibt als Höchstnoten 17,5 Punkte (von 20) wie folgt an: Talenti, Poggio di Sotto, Sesti, San Polino, Podere Le Ripi, Le Potazzine, Il Poggione, Padeletti, Mate, Il Marroneto, La Magia, Lisini, Fuligni, Fattoi, Cupano, Conti Costanti, Le Chiuse, Casanova di Neri, Capanna, Canalicchio di Sopra, Gianni Brunelli, Baricci, Pogio Antico und Terralsole.

Zwischen 95 und 100 Punkte gibt auch Brunello-Kenner John Fodera für viele Sangiovese, zb Val di Suga „Spuntali”, Fanti „Vallocchio”, La Fiorita, Il Poggione, Barbi „Vigna del Fiore”, Mastrojanni „Vigna Loreto”, San Polo „Podernovi” . Mehr demnächst hier.

LVMH in Kaufverhandlungen mit Banfi!

Nach dem EPI-Konzern, der BIONDI SANTI kaufte, könnte sich in Kürze ein weiterer französischer Gigant in der Toskana niederlassen. Der Luxuskonzern LVMH, der neben Louis Vuitton, Bulgari, oder Rimowa seit Kurzem auch den US-Juwelier Tiffany besitzt und bereits namhafte Weingüter wie Moët & Chandon, Krug, Veuve Clicquot, Château d’Yquem, Cheval Blanc und Dom Perignon sein Eigen nennt könnte mit dem Erwerb des Castello BANFI in Montalcino nun auch das mit 2.400 HA größte private italienische Weingut übernehmen!

Brunello Siro Pacenti „Vecchie Vigne” 2015 ist WINE OF THE YEAR 2019!

Man mag zu James Suckling stehen wie man will, dass er einer der größten „Influencer” der Weinwelt ist steht aber außer Frage.

In London hat er am 1.11. „seine” 100 besten Weine des Jahres bekannt gegeben, die aus 25.000 heuer von ihm und seinem Team verkosteten Gewächsen ausgewählt wurden - und - darunter finden sich gleich drei Brunellos aus dem Fabeljahrgang 2015!

Den ersten Platz belegt Giancarlo Pacenti vom Weingut Siro Pacenti mit seinem 100 Punkte-Brunello „Vecchie Vigne” aus 2015, auf Platz zwei schaffte es der Brunello 2015 von Renieri (den Suckling auch mit 100 Punkten auszeichnete) und auf 8 liegt der Brunello Annata von Eredi Fuligni aus 2015 (ebenfalls mit 100 Punkten bewertet!)

Die weiteren Weine:

3.) Muga - Prado Enea Gran Reserva 2011, 4.) Antinori - Cervaro Sala Bianco 2017, 5.) Schäfer Fröhlich - Felseneck Riesling Grosses Gewächs 2018, 6.) Rippon - Matrue Vine Pinot Noir 2010, 7.) Larcis Ducasse 2016, 9.) Errazurit - Las Pizzaras Pinot Noir 2018, 10.) Cheval Andes 2016

„Fabeljahrgang” 2015

Wovon ich mich bereits im Sommer in Montalcino bei verschiedenen Fassproben überzeugen und in vielen Gesprächen diskutieren konnte, ist nun „amtlich”! Als erster Kritiker prescht der in der Toskana beheimatete, und dem Brunello sehr gewogene Ehrenbürger von Montalcino - James Suckling - mit Bewertungen von 187 Brunellos vor, zückt sage und schreibe 11 (ELF!) mal die 100 Punkte (!!) und gibt gleich mehr als der Hälfte dieser 187 Betriebe 95 Punkte oder mehr.

Montalcino ist damit drauf und dran sämtliche anderen Weinregionen des Planeten endgültig in den Schatten zu stellen.

100 Punkte gibt es für:

Canalicchio di Sopra „La Casaccia”

Ciacci Piccolomini d`Aragona „Pianrosso”

Eredi Fuligni Brunello Annata

Giodo ( Carlo Ferrini) Brunello Annata

Luce Brunello Annata

Renieri Brunello Annata

San Filippo „Le Lucere”

San Polo „Vignavecchia”

Siro Pacenti „Vecchie Vigne”

Talenti „Piero”

Valdicava „Vigna Montosoli”

 

Zurück von meiner Buchpräsentation in Montalcino/Juli 2019

mit dem Grafen Cinzano vom riesigen biodynamischen Weingut Col DOrca (© Renate Haslinger)

Die vergangenen zehn Tage verbrachten wir zuerst auf einem Rennaisance-Schloss in der Nähe von Padua, dann beim Konzert von Mark Knopfler in Verona und natürlich in Montalcino um einigen der Charaktere meines Romans „Brunello, Sex & Rock n Roll” ein Exemplar des Buchs zu übergeben. Dazu gab es als Geschenke und Dankeschön auch mitgebrachte Weißweine aus der Wachau und Wien, sowie unsere hausgemachte Marillenmarmelade vom eigenen Garten. Desweiteren wurde ich zu Interviews lokaler Medien eingeladen, vom Direktor des „Consorzio del Vino Brunello di Montalcino” empfangen und hatte auch die Gelegenheit über Wege zu einer englischen Ausgabe des Romans zu diskutieren. Schließlich dürfen natürlich die vielen interessanten bis spektakulären Verkostungen nicht unerwähnt bleiben! (zum ausführlichen Foto-Bericht in der linken Leiste auf „Ansichten” klicken!)

sensationelle Vertikale von BARICCI Rosso di Montalcino zurück bis 1975 (!)

Immer mehr kristallisiert sich das kleine, urtraditionelle, an der Montosoli-Cru gelegene Weingut der Familie BARICCI-BUFFI als das neue Flagschiff Montalcinos in Sachen großer Weine heraus, und beginnt dem früher ersten Haus am Platz in dieser Angelegenheit, nämlich Biondi-Santi, den Rang abzulaufen!

Nach dem Tode Franco Biondi-Santis und dem Einstieg durch den EPI-Konzern auf der Tenuta „Il Greppo” gibt es nur mehr sehr wenige 100%-ige Familienbetriebe die auf eine relativ lange Weinbautradition auf allerhöchstem Niveau in Montalcino zurück blicken können. Abgesehen von den Giganten Barbi, Il Poggione und vielleicht noch Col DÒrcia waren wenige Güter 50 Jahre konstant im Spitzenfeld Montalcinos vertreten.

Dass es auf „Colombaia di Montosoli”, dem kleinen Bauernhof der BARICCI-BUCCIs seit Anbeginn keinerlei Qualitätsschwankungen gegeben hat, beweist eine erst kützlich in der „Enoteca de La Porta di Sotto” in Buonconvento vom renommierten „Gambero Rosso” initiierte, spektakuläre Vertikale vom „Zweitwein” des Hauses BARICCI, dem Rosso di Montalcino, einer lange Zeit sträflichst unterbewerteten einfacheren Form von 100% Sangiovese, die im Grunde 99,99% der Weinbauern Montalcinos erzeugen, um ihr Kapital schneller umwälzen zu können, kann doch dieser fälschlich auch gerne als „Baby-Brunello” bezeichnete Wein schon eineinhalb Jahre nach der Füllung in den Handel kommen.

Das Sensationelle an dieser sehr umfangreichen Verkostung waren einerseits die enorm weit zurückreichenden Bestände an Rosso di Montalcino bei BARICCI und andererseits die Tatsache, dass der älteste Wein, ein Rosso di Montalcino aus 1975 (!!) die Höchstpunktezahl von 94/100 erreichte!

Fabrizio Bindocci ist neuer Präsident des Consorzio del Brunello

Der neue Präsident des „Consorzio del Vino Brunello di Montalcino” könnte kein geeigneterer sein als FABRIZIO BINDOCCI, seit 1976 (!) Herz und Seele von „Il Poggione”, einem der traditionellsten, wenn auch größten Betriebe Montalcinos. Als die drei Vizepräsidenten wurden der junge Giacomo Bartolommei (Caprili), Riccardo Talenti (Talenti) und Stefano Cinelli Colombini (Barbi) gewählt und Elisa Fanti zur Vorsitzenden des technischen Komimitees.

Diego Molinari verstorben

Diego mit seiner Frau Nora

Diego Molinari vom Kult-Weingut CERBAIONA  ist Anfang Februar verstorben. Der ehemalige Alitalia-Pilot setzte in den 80-ern mit seinen Brunellos völlig neue Maßstäbe in Montalcino und gehörte mit den ebenfalls bereits verstorbenen Winzern Nello Baricci, Franco Biondi Santi und Gianfranco Soldera zu den Lichtgestalten des Sangiovese Grosso. Wer eine seiner - jährlich nur wenige tausend - Flaschen Brunello im Keller hat, kann sich glücklich schätzen!

neues Wein-Festival „Long Live Brunello”

Im S.Agostino-Kloster von Montalcino fand vom 21. - 23. Juni ein neues, sehr exclusives Weinfest statt, an dem 35 der allerbesten Produzenten des toskanischen Bergstädtchens teilnahmen. Man will damit das Alterungspotenzial des Brunellos zeigen und alle Produzenten präsentierten drei Jahrgänge vor 2007, sowie einen aktuellen. Das Abend-Dinner am 22.6. war auf nur 150 Karten limitiert und wurde von Hans Haas, dem Münchner Spitzen-Koch des „Tantris” und neuen Besitzer des Bio-Weinguts Podere Salicutti, kreiert. Drei Masterklassen rundeten das mit Sicherheit außergewöhnliche Wochenende ab: „Long Live France” mit Jacky Rigaux, der Legende aus dem Burgund, der Spitzenweine von Louis Jadot, Anselme Salosse, Bruno Clavelier und anderen Kult-Betrieben zeigte, „Long Live Franco Biondi Santi” geleitet von seinem Enkel Tancredi mit einem Rückblick bis 1950 (!!) von der Tenuta Il Greppo und „Long Live Italia” mit Christian Roger, der Top-Weine aus Piemont, Veneto, Umbrien usw. präsentierte.

Wieder einmal hat Montalcino mit einer innovativen Idee die Nase ganz weit vorne!

Brunello 2014 - Trotz extrem schlechter Aussicht doch gute Weine?

Die heurige Fliese auf der legendären „Fliesen-Wand”

nachdem das Consorzio bereits vor 4 Jahren „ungewöhnlich wenige” Sterne ( *** )  für den Jahrgang 2014 vergeben hatte, einige der Leitbetriebe wie Biondi Santi, Conti Costanti und Salvioni sich dazu entschlossen, gar keinen Brunello zu füllen, und auch sonst nur sehr zurückhaltende Nachrichten zum Jahrgang zu hören waren, verblüfft es um so mehr, dass einige Weinkritiker jetzt mit doch überraschend positiven Bewertungen daher kommen! Heisst das, dass man in Montalcino gelernt hat, auch mit schwierigen Jahrgängen umzugehen? Rätsel über Rätsel!

Die profunde Brunello-Expertin KERIN O`KEEFE vergibt: Baricci 95, Ciacci Piccolomini 95, Le Chiuse 95, Le Potazzine 94, Siro Pacenti 94, San Polino 94, Castelgiocondo 93, La Fiorita 93, Banfi 93, San Polo 93

Im 5-Punkte System streut Fosca Tortorelli vom italienischen LAVINIUM wie folgt Rosen: Lisini 5/5, Sesta di Sopra 5/5, Tiezzi 5/5, Pietroso 5/5, Baricci 4,5/5, Caprili 4,5/, Il Marroneto 4,5/5, Poggio di Sotto 4,5/5, Le Potazzine 4,5/5, Podere Le Ripi 4/5, Capanna 4/5, Mastrojanni 4/5, Sesti 4/5, Il Paradiso di Manfredi 4/5

Ohne Wertungspunkte listet der italienische Gambero Rosso seine Brunellofavoriten aus 2014 wie folgt: Baricci, Capanna, Collemattoni, Corte dei Venti, Fattoi, Il Marroneto, Le Chiuse, Pietroso, Poggio di Sotto

Das italienische Portal VINOPOLIS zeigt sich für den eigentlich als katastrophal prophezeiten Jahrgang ebenfalls euphorisch und vergibt ebenfalls im 5-Punkte-System wie folgt:

Le Chiuse 5/5, Tenuta le Potazzine 5/5Il Marroneto 5/5, Poggio di Sotto 4,5/5La Gerla 4.5/5, Ciacci Piccolomini d’Aragona 4,5/5, Le Ragnaie 4,5/5, Pietroso 4/5, La Palazzetta 4/5, Tassi di Franci Franca 4/5, Caparzo 4/5, Fattoi 3.5/5, Poggio Antico 3.5/5, Talenti 3,5

somit dürften auf alle Fälle die mehrfach erwähnten Weingüter Baricci, Le Chiuse und Le Potazzine ein heißer Tipp zum Kauf sein!

Gianfranco Soldera verstorben

Gianfanco Soldera 2016 in der Osteria Il Leccio

Am Freitag 15.2. verstarb der 82-jährige Sonderling und Kultwinzer an einem Herzinfarkt in seinem Auto in unmittelbarer Nähe seiner Weinberge und überschattete die Benvenuto Brunello mit seinem Ableben. Obwohl er aus dem Consorzio del Vino Brunello seit 2013 ausgetreten war, gegen dieses sogar einen Rechtsstreit führte und seine Brunellos nur mehr als „Soldera Sangiovese” auf dem Markt brachte (ab 400.-- aufwärts), gehörte der Qualitätsfanatiker zu den großen Vordenkern in Montalcino und führte mit seiner Preispolitik einen neuen Höhenflug der Topwinzer Montalcinos an.

Kerin O`Keefe veröffentlicht ihre Top 10 der 2018 verkosteten italienischen Weine

Es gibt vermutlich keine profundere Kennerin und vor allem keine unabhängigere Kritikerin italienischer Weine und vor allem bei Brunello und Barolo kann ihr kaum ein Kollege das „Weinglas reichen”. Gestern veröffentlichte KERIN O`KEEFE ihre Bestenliste und  es finden sich auf den ersten fünf Plätzen fünf Brunellos!

100 Punkte vergibt sie ex equo für den Brunello „Annata” 2013 von Le Chiuse, für den 2012-er Riserva-Brunello „Pianrosso” von Ciacci Piccolomini dÀragona und für den 2012-er Riserva-Brunello von Conti Costanti. Dann folgen mit je 99 Punkten der Brunello „Montosoli” 2013 von Altesino und der Brunello Riserva 2011 von Le Potazzine. Die Plätze sechs bis zehn belegen mit je 98 Punkten der sizilianische „Contrada R Nerello Mascalese” 2016 von Franchetti-Passopisciaro, der 2010-er Riserva-Barolo von Michele Chiarlo, der 2012-er Barolo „Vigna Rionda” von Massolino, der lombardische Nebbiolo „Sassella Riserva Rocce Rosse” aus 2007 von Arpepe und der 2014-er Barbaresco von Gaja.

Benvenuto Brunello 2019

Irene (l) und Elisa (r) copyright: John Fodera

In wenigen Tagen startet die heurige Benvenuto mit der Präsentation einer der schwierigsten Jahrgänge in Montalcinos Geschichte - dem aus 2014. Viele Winzer verzichteten überhaupt darauf einen Brunello zu füllen, so Biondi Santi, Il Palazzone, Poggio Antico, Conti Costanti, Salvioni, Mate u.a., der Rest brachte eher untypische Brunellos in die Flaschen, die sofort getrunken gehören. EIn fast zweimonatiger Dauerregen und andere Wetterkapriolen setzten den Reben gehörig zu und die Verluste beim Traubenmaterial lagen teilweise bei 50%!

Der amerikanische Brunello-Experte JOHN FODERA kommt als erster mit Richtungs-Noten von der Benvenuto in New York, ich liste hier die Annatas, die als Foderas „Ausreisser nach oben” gelten: Altesino - 87, Col dÒrcia - 88, Fanti - 89, Banfi - 88, Il Poggione - 87, La Fiorita - 88, Ridolfi - 89, Le Chiuse, 88, Caparzo - 87, Sasso di Sole - 92. Den sonstigen Lieblingswein Foderas, nämlich Uccelliera gab er 83!

 

TIP: die Weingüter die keinen Brunello füllten haben dafür vermutlich ziemlich gute Rosso di Montalcinos im Angebot, da das Brunello-Traubenmaterial bei ihnen zu 100% in den Rosso ging!

neues Weinfestival Tutto In Un Sorso in Montalcino

Am 3. und 4. Juni findet in Montalcino Dank der rastlosen Francesca Padovani (vom Brunello-Bio-Weingut FONTERENZA) und Marco Arturi ein beachtenswertes neues Weinfestival statt. Den beiden ist es gelungen die 50 wichtigsten Artisanal Wine Makers des Planeten mit über 500 Bio-Weinen in die Toskana zu locken! Bio-Pioniere wie die Sizilianerin Arianna Occhipinti, Gastro&Wein-Stars wie die Familie Klinec aus Medana (Slowenien), die legendäre Winery Terroir al Limit aus dem spanischen Priorat und eine starke französische Phalanx, angeführt vom Chateau de Beru aus Burgund werden innovative Weine präsentieren. Aus Montalcino mit dabei sind: Colleoni – Sante Marie, Pian dell’Orino, Stella di Campalto, Collemattoni, Casa Raia, Tiezzi, Fonterenza, Le Ragnaie, Chiuse di sotto, Cupano, Le Tracce, Dragoni, San Polino.

San Giorgio soll von Claudio Tipa an die Spitze der Appelation geführt werden.

Das in unmittelbarer Nachbarschaft zum grandiosen Gut „Poggio di Sotto” in Castelnuovo dellÀbate liegende, kleine „San Giorgo” wurde vor einem knappen Jahr vom neuen Besitzer Poggio di Sottos, dem Schweizer Industriellen Claudio Tipa, der unter seinem Dachnamen „ColleMassari” nun bereits vier Top-Weingüter vereint, um 8 Millionen Euro gekauft. (Ihm gehören nun Grattamacco/Bolgheri, Castello ColleMassari/Montecucco, Poggio di Sotto und San Giorgio in Montalcino). Wer Poggio di Sotto kennt, weiß, dass die Brunellos des ehemaligen Besitzers Piero Palmucci zu den legendärsten Weinen Montalcinos gehörten. Es hieß, Tipa würde der Linie des Hauses treu bleiben, auch wenn er den Preis für den früher um rund 120.- Euro erhältlichen Brunello, nochmals anhob.

Mit der direkt daneben liegenden Tenuta San Giorgio, zu der 6 Hektar beste Brunello-Lagen gehören hat er einiges vor. Man darf gespannt sein.

NELLO BARICCI (1921 -2017)

Er zählte zu den letzten Legenden der Pioniere des Brunello di Montalcino. 1921 in Montalcino geboren, gehörte er 1967 zu den vierundzwanzig Weinbauern, die das Consorzio gründeten. Sein  Betrieb trägt bis heute auch die Nr. 1, denn er war der Erste der ins Register eingetragen wurde!

1955 erwarb er das Landgut „Colombaio di Montosoli” nördlich von Montalcino, die wohl beste Lage der Gegend und einzige Cru des Weinbaugebiets. Seine Brunellos zählen zu den gesuchten Schätzen italienischer Wein-Geschichte.

und nochmal Brunello 2013 in Punkten

Andrea Costanti von CONTI COSTANTI

Das italienische Portal wine-muo.com von Umberto Muo vergibt für Brunello 2013 folgende Punkte (Auszug): Conti Costanti 98, Ciacci Piccolomini d`Aragona 97, Casanova di Neri 96, Le Potazzine 96, Donatella Cinelli Colombini 95, Baricci 95, San Carlo 95, Capanna 95, Caprili 95, Padeletti 95, Fattoi 94, Villa le Prata 94, Tornesi 94, Sesta di Sopra 94, Collemattoni 94, Lisini 94, Scopone 94, Pietroso 94, Il Marroneto 94, Il Palazzone 94, La Rasina 94, Il Poggione 93, Poggio di Sotto 93, Altesino 93, Salvioni 93, Col D`Orcia 93, Mate 93, Mastrojanni 93, Tenuta di Sesta 93

Die Wein-„Oscars” wurden in Rom vergeben

Im römischen Luxushotel Cavalieri Waldorf Astoria wurden zum neunzehnten mal die Wein-„Oscars” in neun Kategorien vergeben, eine Veranstaltung der italienischen Sommelier Vereiningung. In der Kategorie „bester aufstrebender Wein” gewann der Brunello 2010 „Paesaggio Inatesso” von Camigliano. In der Kategorie „die größten Weine der italienischen Weingeschichte” wurde Biondi Santis Brunello 2011 ausgezeichnet.

STING live mit „Message In A Bottle” von der Benvenuto Brunello 2018

grandiose Solo-Performance, WAS für eine Stimme dieser unglaublich agile Ex-„Polizist” noch immer hat!

https://www.youtube.com/watch?v=23VmIn2C5IE

Brunello 2013 ein GROSSER Jahrgang mit eleganten, sehr lagerfähigen Weinen!

 Der Jahrgang 2013 ist in Montalcino einer der interessantesten der letzten 30 Jahre geworden, obwohl vom Consorzio mit „nur” 4 Sternen bedacht. Es trennt sich diesmal aber auch übderdeutlich „die Spreu vom Weizen”. Lagen bei 2012 die Großteil der Winzer in einem engen Qualitäts-Feld, gibt es bei 2013 große Unterschiede. Warum also?

Das Geheimnis lüften Eric Guido von der „Morrel Wine Bar” in New York (einem der wichtigsten Knotenpunkte für Brunello in den USA) und Jeff Porter, ein amerikanischer Wein-Experte mit sehr großem Wissen über italienischen Wein, der zur Erntezeit 2013 in Montalcino weilte und somit Infos aus 1. Hand hat.

Ein kühler und nasser Frühling, sowie ein unbeständiger und NICHT ZU HEISSER Sommer. Das waren auch die Zutaten für große Brunellos der 1960-er und 1970-er seitens des Wetters! Es gab so gut wie keine Hitze, perfekt für die Säure und somit für die Langlebigkeit. Dem angekündigten Regen im Oktober kamen die cleveren Winzer zuvor und brachten ihre Trauben trocken in die Keller. Diejenigen, zumeist unerfahrene neue Betriebe, die den Regen abwarteten und danach ernteten wurden hart bestraft. Ihre Weine sind Mittelmaß.

Was diesmal nicht ins Gewicht schlug, waren die verschiedenen Klimazonen Montalcinos, die bei vielen Jahrgängen ausschlaggebend für gute oder sehr gute Weine sind. Das Wetter war 2013 in ganz Montalcino relativ gleich. Somit haben die Könner ihres Fachs mittelschwere Weine mit unglaublicher Raffinesse in die Flaschen gebracht, die an klassische „old-school” Brunellos früherer legendärer Jahrgänge wie 1964, 1970, 1975 und 1985 erinnern.

Um 2013 mit eher kürzer zurückliegenden Jahrgängen zu vergleichen nennen die Verfasser des ausführlichen Berichts einen Mix aus dem intensiven 2006 mit dem mineralisch-säurebetonten 2008, was ja eine herrliche Kombination wäre!

Auch KERIN O`KEEFE, für mich eine der profundesten Expertinnen für Brunello stößt ins selbe Horn, spricht vom finessenreichsten Jahrgang der letzten Jahrzehnte und vergibt sehr hohe Punkte:

Le Chiuse - 100, Altesino Montosoli - 99, Baricci - 97, Conti Costanti - 97, Salvioni - 97, L`Aietta - 96, Pieve Santa Restituta Sugarille - 96, San Polo - 96, Salicutti - 96, Castelgiocondo - 96, Gianni Brunelli - 95, Sesta di Sopra - 95, Ciacci Piccolomini d`Aragona - 95, Donatella Cinelli Clombini - 95, Lisini - 94, Barbi - 94,...  (somit dürften jetzt auch Gaja und Frescobaldi die Barriques eingeheizt haben!) Die Expertin, die eigentlich nicht mit Punkten um sich wirft, gibt auch 2 x 100 für die Riservas 2012 von Ciacci Piccolomini d`Aragona und für Conti Costanti!

von Andrea Gori (InTravino) kommen diese Noten:

Salvioni 96, Poggio di Sotto 96, Lisini 95, Le Chiuse 95, Cupano 95, Gianni Brunelli 94, Fuligni 94, Mastrojanni 94, Agostina Pieri 94, Le Potazzine 94, Camigliano 94, Argiano 94, Pietroso 94, Ucceliera 94, San Lorenzo 94, Casanova di Neri  93, Piancornello 93, Caprili 93, Banfi 93, Le Ragnaie 93, Corte die Venti 93, Il Poggione 93, San Polino 93, Renieri 93, Querce Bettina 93, Altesino 92, Tiezzi 92, Terre Nerre 92, Talenti 92 ...

Riccardo Gabriele vom „Corriere del Vino” listet seine Top 10 wie folgt: Le Potazzine, Il Marroneto, Pietroso, Sesti, Talenti, Corte dei Venti, Le Chiuse, Lisini, Salvioni, Tenuta di Sesta

Der „Gambero Rosso” reiht seine 20 Favoriten so:

Brunello di Montalcino 2013 Madonna delle Grazie Il Marroneto

Brunello di Montalcino 2013 Le Chiuse di Sotto Gianni Brunelli

Brunello di Montalcino 2013 Origini La Fornace

Brunello di Montalcino 2013 Vigna Manapetra La Lecciaia

Brunello di Montalcino 2013 Vigna Fornace Le Ragnaie

Brunello di Montalcino 2013 Vigna Loreto Mastrojanni

Brunello di Montalcino 2013 Piombaia

Brunello di Montalcino 2013 Altero Poggio Antico

Brunello di Montalcino 2013 Poggio di Sotto

Brunello di Montalcino 2013 San Polo

Brunello di Montalcino 2013 Sasso di Sole

Brunello di Montalcino 2013 Tenuta Le Potazzine

Brunello di Montalcino 2013 Vigna del Fiore Barbi

Brunello di Montalcino 2013 Canalicchio di Sopra

Brunello di Montalcino 2013 Filo di Seta Castello Romitorio

Brunello di Montalcino 2013 Col di Lamo - Col di Lamo

Brunello di Montalcino 2013 Salvioni - La Cerbaiola

Brunello di Montalcino 2013 Cupano

Brunello di Montalcino 2013 Fuligni

Brunello di Montalcino 2013 Poggio Cerrino Tiezzi

hier einige Noten von der New Yorker Benvenuto Brunello:

Voliero – 96, Castello Romitorio – 96, Canalicchio di Sopra – 95, Il Palazzone – 95, Capanna – 95, Mocali – 94, Gianni Brunelli – 94, Caparzo – 94 , Ciacci Piccolomini dÀragona – 94, Barbi – 94, Il Poggione – 93, Le Chiuse – 93, Ucceliera – 93, Scopetone – 92, Fanti – 92, Altesino – 91, Col dÒrcia - 90

Interessante Einschätzungen kommen auch von Tim Heaton, Brunello-Freak, Weinhändler, Sommelier. Tim verbringt Wochen und Monate in Montalcino und ist sehr informiert:

Il Palazzone – very highly reccomended

Le Chiuse – highly reccomended

Caparzo – highly reccomended

Piancornello – highly reccomended

Col di Lamo – reccomended

Fanti – reccomended+

La Fiorita – reccomended

Palazzo – reccomended

EInige Ergebnisse von James Suckling: Altesino Montosoli 98, Livio Sassetti Pertimali 98, Casanova di Neri  Tenuta Nuova 98, Renieri 98, Valdicava 98, San Polino 97, La Magia 96, Argiano 96, San Filippo 96, La Rasina 96, Siro Pacenti 95, Castel Giocondo 95, Altesino 94, Mate 94, Camigliano 94, Ucceliera 94, Canalicchio di Sopra 93, Fanti 93, Le Potazzine 93, Paradisone 93, Vill Poggio Salvi 93,

 

 

 

Benvenuto Brunello 2018 mit prominentem Besuch!

Stings Il Palagio

Ex-Police Frontmann STING und seine Frau Trudie haben sich heuer zur Benvenuto Brunello in Montalcino angesagt und werden die Jahrgangsfliese für 2017 an der Mauer des Rathauses einsetzen. Die Beiden betreiben ja seit knapp 20 Jahren das riesige, edle Weingut „Il Palagio” (zwischen Florenz und Arezzo). Sie machen wirklich ansehliche Weine mit den coolen Namen „When We Dance”, „Sister Moon” und „Message in a Bottle”, und produzieren auch hochwertiges Olivenöl, feine Honige und Marmeladen. („Sister Moon” wurde vom Falstaff mit 92 Punkten bedacht.)

 

 

2013 besser als 2012?

Auch diese beiden 2013-er Brunellos von TASSI haben 94 Punkte und darüber bekommen!

Obwohl der Jahrgang 2013 mit „nur” 4 Sternen bewertet wurde, und 2012 ein 5 Sterne-Jahrgang war, kommen bei den ersten Punktevergaben und vor allem den ersten Interviews richtungsweisender Winzer erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein!

So meint zum Beispiel Vinzenco Abbruzzese von „Valdicava”, einem der höchstdekorierten Betriebe Montalcinos, dass seine 2013 VIEL besser seien, als die 2012. Mit mehr Charakter, Struktur und Tiefe. Auch Giacomo Neri ist mit dem Resultat wirklich zufrieden. (Beide Betriebe haben von James Suckling für ihre 2013-er über 95 Punkte bekommen). Donatella Cinelli-Colombini meint über ihre Weine: after the barrel ageing the Brunello 2013 results are extraordinary, und der Önologe Attilio Scienza spricht von einem der besten Resultate der letzten 20 Jahre in Montalcino!

James Suckling vergibt an den Brunello Annata von Livio Sassetti enorme 98 Punkte, ebenso an den Montosoli von Altesino!

man darf gespannt sein, welche Noten die anderen wichtigen Kritiker bei der Benvenuto Brunello (16.-19.2.) ausrufen. Mehr demnächst hier

Beben in Montalcino!

Nach über 30 Jahren allerfeinster Brunello-Erzeugung werfen Paola Gloder und ihr Mann Alberto Montefiori das Handtuch und haben ihr POGGIO ANTICO, einen der rennomiertesten Betriebe der Appelation an die belgische „Atlas Investment” verkauft!

Nach der Teil-Übernahme von Biondi Santi`s „Il Greppo”, dem Verkauf von Diego Molinaris Cerbaiona an die Shanghaier „Qiming Venture Partners” (denen nur 1,7 Hektar Brunello-Weingärten auf 14,6 HA Land 6 Mio Euro wert waren!), der Übernahme der Podere Salicutti von Francesco Leanza durch die Münchner Gastro-Familie Eichbauer und eben jetzt dem Besitzer-Wechsel von Poggio Antico kann man wohl von einer Zäsur in Montalcino sprechen.

EPI steigt bei BIONDI SANTI ein

Was ich selbst schon im Sommer in Montalcino rumoren gehört habe, nämlich einen eventuellen Verkauf von BIONDI SANTI an einen französischen Modekonzern, hat sich nun in eine Partnerschaft zwischen dem französischen Konzern EPI der Familie Descours und der Familie Biondi Santi entwickelt. Die Franzosen sind u.a. auch die Eigentümer der legendären Champagner-Häuser Piper und Heidsieck, sowie von namhaften Kunst-Projekten und führen auch das 155 HA-Chateau La Verrerie in der Provence.

Jacopo Biondi Santi bleibt Präsident und Önologe und somit ist die Hoffnung berechtigt, dass die Brunello-Ikone nicht großartig verändert werden wird!